Wie du als Designer*in die Angst vor Kritik hinter dir lässt

Kennst du das Gefühl, wenn eine einzige Nachricht ausreicht, um dich für Tage komplett aus der Bahn zu werfen? Du hast allen Mut zusammengenommen, dein neues Angebot oder ein Herzensprojekt geteilt und statt den Erfolg zu genießen, bleibst du an einer einzigen kritischen Bemerkung hängen.


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In Folge 004 spreche ich darüber, wie du trotz Zweifel und Angst vor Kritik sichtbar wirst.


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Vielleicht geht es dir wie mir vor einiger Zeit: Eine kritische Stimme von außen hat gereicht, und ich habe mich zwei Wochen lang nicht mehr getraut, etwas zu posten. Nicht, weil mein Business nicht lief, sondern weil die Angst, mich lächerlich zu machen, plötzlich riesig war.

Gerade für uns Designer:innen ist das Thema Sichtbarkeit eine echte Herausforderung. Wir sind es gewohnt, dass unsere Arbeit permanent beurteilt wird. Aber wenn es um uns selbst, unsere Gründung oder unsere neue berufliche Richtung geht, wird Kritik sehr schnell auch persönlich.

Warum wir als Designer:innen so empfindlich auf Kritik reagieren

Design ist immer eine Form von Selbstausdruck, auch wenn wir für Kunden arbeiten. Wir stecken so viel Herzblut und auch einen Teil unserer Identität in unsere Arbeit. Wenn wir dann den Schritt in die Sichtbarkeit wagen – sei es mit einem eigenen Instagram-Kanal, einem Podcast oder einer neuen Website – machen wir uns angreifbar.

Wie beeinflusst das unsere Arbeit?

Oft führt die Angst vor Bewertung dazu, dass wir im Schneckenhaus bleiben. Wir optimieren ewig im Stillen, statt mit unserer Expertise nach draußen zu gehen. Dabei ist das Feedback, das uns am meisten trifft, oft gar kein fachliches. Es sind die ungefragten Meinungen über unsere Art zu sprechen, über kleine Tippfehler in der Story oder über unseren Mut, uns selbstständig zu machen.

Der Umgang mit ungefragten Meinungen (Social Media & Umfeld)

Wir alle kennen sie: Die gut gemeinten Ratschläge oder Tipps von Menschen, die selbst gar nicht in da sind, wo wir sind. Ob es die ehemalige Kollegin aus der Agentur ist oder Familienmitglieder, die ihre eigenen Existenzängste auf dein neues Business projizieren – ungefragte Meinungen sagen meist mehr über den Absender aus als über dich.

Das Problem in der Online Welt ist ja auch, dass hier schnell ein Kommentar verfasst werden kann, auch anonym. Persönlich würde das gar nicht so schnell passieren. Aber online ist es für viele wie ein Freifahrtschein alles zu kommentieren.

Ein wichtiges Learning aus meiner eigenen Erfahrung: Viele Menschen kritisieren das, was sie sich selbst nicht trauen. Wenn jemand deine Sichtbarkeit ins Lächerliche zieht, liegt das oft an der eigenen Unwissenheit oder dem Unbehagen gegenüber Veränderung. Dafür darfst du lernen, eine klare Grenze zu ziehen.

Strategien: So überwindest du die Angst vor Sichtbarkeit

Sichtbarkeit bedeutet nicht, dass du keine Angst mehr hast. Es bedeutet, dass du es trotzdem tust. Hier sind drei Ansätze, die mir und meinen Coachees geholfen haben:

  1. Den Realitätscheck machen: Am Anfang passiert meistens... gar nichts. Die Sorge vor dem großen „Shitstorm“ ist oft unbegründet. Meistens sind es kleine Anmerkungen zu Nebensächlichkeiten (wie ein Tippfehler), die uns triggern. Frage dich: Macht das den Wert meiner Arbeit wirklich geringer?

  2. Menschlichkeit schlägt Perfektion: Ein kleiner Fehler macht dich nahbar. In einer Welt voller KI-generierter Glätte ist echte Persönlichkeit das, was Vertrauen aufbaut.

  3. Die Feedback-Regel: Nimm nur Feedback von Menschen an, die bereits da sind, wo du hinmöchtest. Wer selbst keine Erfahrung mit dem Aufbau eines kreativen Business hat, kann die Hürden, die du gerade meisterst, gar nicht einschätzen. Frag dich also: Ist die Person, die mir hier gerade Tipps gibt, weiter als ich? Kannst du von ihr lernen? Wenn ja, nimm das Feedback gerne an und profitiere von ihrer Erfahrung. Wenn nicht, kannst du davon ausgehen, dass sie mit sich selbst redet und du kannst ihr Tipps ignorieren.

Die Angst vor Kritik im Coaching angehen

Es ist völlig normal, dass Kritik dich im ersten Moment wütend oder verletzt zurücklässt. Besonders dann, wenn du dich ohnehin gerade in einer Umbruchphase befindest, wie einer Gründung oder einer beruflichen Neuorientierung oder auch dem Schritt in die Sichtbarkeit.

Solche emotionalen Blockaden und die Angst vor der Bewertung durch andere sehen wir uns gemeinsam in meinem Coaching an. Wir arbeiten daran, wie du Kritik einordnen kannst, ohne dass sie dein Selbstwertgefühl als Designer:in ins Wanken bringt. Wir schauen uns an, wie du deine Stimme findest und selbstbewusst sichtbar wirst. Und zwar mit all deinen Ecken und Kanten. Denn nur wer sichtbar ist, kann auch gefunden werden.

Dein Weg als Designer*in in die Sichtbarkeit

In einem Jahr wirst du wahrscheinlich auf die heutigen Zweifel zurückblicken und lächeln. Nicht, weil dann alles perfekt ist, sondern weil du den Mut hattest, loszugehen. Nicht jede Meinung ist gleich wichtig. Du entscheidest, welchen Stimmen du zuhörst und welche du getrost ignorieren darfst.

Willst du deine Zweifel gegen echtes Selbstbewusstsein eintauschen? Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch klären, wie ich dich dabei unterstützen kann, deine Angst vor Kritik abzulegen und mit deinem Design-Business endlich den Platz einzunehmen, der dir zusteht.

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